20. Februar 2026
Eine so fremde Welt für unsere Menschen auf der Straße
Die Restaurants und Kneipen waren gut gefüllt. Von draußen konnte man durch die Fenster Menschen sehen, die vertieft in Gespräche waren, gemeinsam aßen und tranken. Drinnen herrschte eine gemütliche Atmosphäre. Warmes Licht, gedämpfte Beleuchtung und Kerzenschein sorgten für eine behagliche Stimmung, während draußen der Regen fiel: 'Hereinspaziert!'
Eine so fremde Welt für unsere Menschen auf der Straße. Sie suchten Schutz vor der Nässe und Kälte unter Überdachungen, im Bahnhof, in Parkhäusern. Für die Obdachlosen draußen ist ein solcher Abend vor allem eine Herausforderung.
Eine heiße Terrine und ein wärmender Kaffee sind für sie keine Selbstverständlichkeit, sondern wertvolle Hilfe, die den Alltag in der Kälte erträglicher macht. Frank und ich arbeiteten schnell Hand in Hand, denn an einigen Orten standen die Straßenmenschen Schlange und das heiße Wasser und die Terrinen wurden knapp.
"Habt ihr auch eine warme Jacke, ein Paar dicke Socken oder einen warmen Pullover?" Klar, was im Wagen war, ging raus.
In Vohwinkel fragte eine alte Bekannte, ob sie Süßes UND Saures haben dürfe oder ob das unverschämt sei? Ach Mann, so bescheiden.
Und natürlich gaben wir ihr diese einfachen Dinge so gerne. Wir sind die Lichtschmiede und hoffen, dass wir auch an diesem Abend wieder vielen obdachlosen Menschen zeigen konnten, dass sie gesehen werden, dass sie nicht vergessen werden und dass auch sie ein Anrecht auf ein wenig Freude, Wärme und Menschlichkeit haben. So wie die Menschen in den Restaurants und Kneipen.
Passt gut auf euch auf.
Frank und Monika
vom Team Lichtschmiede e. V.