03. September 2026

Nicht aus dem Kopf

Steffi und ich machten uns als eingespieltes Team auf den Weg nach Witten.

Seit Tagen geht uns der Mann, dem es seit Wochen schon so schlecht ging und der medizinische Hilfe verweigerte, nicht mehr aus dem Kopf.

Kaum dort angekommen, bekamen wir den ersten Schreck, da sich in der Nähe seines Schlafplatzes ein Rettungswagen und ein Notarzt im Einsatz befanden.

Diese waren aber zu einem anderen Notfall gerufen worden.

Unser Sorgenkind dagegen war an dem uns bekannten Schlafplatz nicht auffindbar und wir machten uns Gedanken. Wir hoffen, es geht ihm den Umständen entsprechend gut und er hat vielleicht endlich medizinische Hilfe in Anspruch genommen.

Dann ging es weiter über Wetter Richtung Hagen. Dort stießen wir zunächst auf einen weiteren Mann, der eigentlich schon vor zwei Wochen einen Termin im Krankenhaus hatte, um seine Beine versorgen zu lassen.

Auf Nachfrage erzählte er uns, dass er Angst vor der schwierigen Operation hat und deshalb den Termin wieder einmal verstreichen ließ. Wir redeten ihm wieder ins Gewissen. Er ist sich seiner Situation sehr bewusst, verweigerte aber auch an diesem Abend unser Angebot, einen Rettungswagen zu rufen.

Zum Abschluss der Tour ging es durch die Innenstadt Richtung Hauptbahnhof. Dort durften wir wieder viele Menschen an unserem Vereinswagen mit den u. a. für die Nacht benötigten Dingen versorgen.

Gegen Mitternacht ging es dann für uns auf den Heimweg.

Wie immer ließen wir die erlebten Dinge Revue passieren. Dies hilft ungemein, später auch halbwegs gut in den Schlaf zu finden.

Passt gut auf euch auf, sagen
Steffi und Olaf
vom Team Lichtschmiede e. V.