26. August 2025
...weil wir wieder einmal nicht allein waren
Am gestrigen Abend waren wir wieder unterwegs in Wetter, Witten und Hagen.
Schon nach kurzer Zeit wurde deutlich: Es ist Monatsende – und das merkt man. Das Geld für den Monat war aufgebraucht. Viele hatten seit Tagen nichts Warmes gegessen.
Der Andrang war entsprechend hoch, die Gespräche ehrlich und oft geprägt von Erschöpfung. Manche baten um eine zweite Portion, andere wollten einfach nur ein paar Minuten in Ruhe dasitzen. Wie immer hatten wir unsere bewährten Terrinen dabei – schnell gemacht, heiß, und man hat irgendwie das Gefühl "was richtiges" gegessen zu haben.
Doch durch die hohe Nachfrage war unser Heißwasser-Vorrat schneller aufgebraucht als sonst. An dieser Stelle ein besonderer Dank an den Kioskbesitzer am Hagener Bahnhof. Ohne großes Aufheben füllte er unsere Kannen mit heißem Wasser auf – freundlich, unkompliziert, selbstverständlich. Solche Gesten machen einen großen Unterschied, auch wenn sie im Alltag leicht übersehen werden.
Die Tour war fordernd – nicht körperlich, sondern menschlich. Man wird daran erinnert, wie wenig es manchmal braucht, damit etwas fehlt. Und wie viel es bedeutet, wenn jemand trotzdem an unser Auto kommt.
Oder fragt, ob noch jemand etwas braucht. Oder einfach nur zuhört. Wir waren am Ende erschöpft, aber froh. Weil es sinnvoll war. Weil wir gebraucht wurden. Und weil wir wieder einmal nicht allein waren.
Wie immer wäre die Arbeit des Straßenteams ohne das Engagement hinter den Kulissen nicht möglich. Einkaufen, Auto pflegen, Spenden sortieren - nur so läuft es und wirklich jeder kann sich auf die Art einbringen, die zu ihm passt.
Passt gut auf euch auf sagen
Kathrin und Olaf
vom Team Lichtschmiede e. V.