21. Februar 2025

Auch auf der Straße tut das Herz weh

Fast schon ein lauer Sommerabend. Viele Menschen waren unterwegs und saßen bereits draußen in den Cafés, Kneipen und Restaurants. Alle gut gelaunt.

Wir hingegen trafen während unserer Tour auf zwei Straßenmenschen, die unglaublich traurig waren. Beziehungsstress ist eben auch auf der Straße ein Thema. Sie hätten aneinander vorbeigeredet, und nun ginge nichts mehr, erzählte uns ein alter Bekannter, den wir mit ein paar Worten und seinen Lieblingsharibos zu trösten versuchten.

Ein anderer vermisste seine Freundin, die ihn nicht mehr sehen wollte.

"Sie mag mich nur, wenn ich Geld habe oder Drogen beschaffen kann."

Das ist eben die Straße. Er wollte das nicht wahrhaben und litt sichtlich. Mehr als mit einer Terrine, einem Kaffee und ein paar aufmunternden Worten konnten wir ihm leider nicht helfen.

Am Bahnhof freute sich eine Bekannte über ein Paar Schuhe. Wir hatten nicht viele dabei, aber dieses eine Paar passte. Und selten hatten wir ein "Dankeschön" so oft hintereinander gehört.

Auf dieser Tour hatten wir definitiv viel zu tun. Unser Wagen leerte sich rapide.

Die Handwärmer hatten wir diesmal im Lager gelassen. Eine falsche Entscheidung. Prompt fragten noch einige danach. Die Nächte sind eben noch kalt. Also werden sie beim nächsten Mal wieder eingepackt. Der Winter ist noch nicht vorbei – auch wenn es sich an diesem Abend schon so angefühlt hatte.

Passt auf euch auf.

Thomas und Monika

vom Team Lichtschmiede e. V.