17. Januar 2025
Eine Tour voller Überraschungen
Positiv überrascht wurden wir von den selbst gestrickten Spenden, die uns vor unserer Tour von zwei Damen überreicht wurden: Schals, Handschuhe, Socken – bunt, kreativ und wunderbar warm.
Wir sind immer wieder berührt und dankbar, wenn wir merken, wie aufmerksam Menschen unsere Arbeit verfolgen und uns unterstützen, wo sie nur können.
Ganz lieben Dank dafür.
Und auch für die Geldspende, die wir zusätzlich zu einer Tüte zugesteckt bekamen.
Es war kalt an diesem Abend. Viele Straßenmenschen froren, und wir konnten mit den gestrickten Sachen helfen.
Für eine weitere Überraschung sorgte unser Vereinswagen, der plötzlich nicht mehr ansprang, nachdem wir einige Bekannte mit einer heißen Terrine versorgt hatten. Was wir auch versuchten – er reagierte nicht mehr. Nach etwa einer Stunde, als wir schon fast aufgegeben hatten, ließ er sich plötzlich wieder starten.
Wir haben nicht versucht, es zu verstehen. Wir waren einfach froh, dass es weiterging.
In Vohwinkel trafen wir eine Frau wieder, die wir lange vermisst hatten. Sie war gerade aus der Haft entlassen worden und lag nun wieder an derselben Stelle. Bei einem Kaffee wechselten wir ein paar Worte. Sie wirkte offener als früher, und auch der chronische Husten schien verschwunden zu sein. Das Dach über dem Kopf – egal, wo es gewesen war – hatte ihr gutgetan.
Am Bahnhof hatten viele schon auf uns gewartet.
Terrinen, Kaffee, Süßes, Socken, Schals und die "Servietten mit Alkohol", sprich Feuchttücher, verließen unser Auto.
Ein Beamter der Bundespolizei gesellte sich zu uns und stellte äußerst freundlich und interessiert Fragen zu unserer Arbeit.
Diese Gespräche sind wichtig für uns, denn sie vermitteln das Gefühl, dass wir am Bahnhof nicht nur geduldet, sondern sogar willkommen sind.
Passt auf euch auf.
Sabine und Monika
vom Team Lichtschmiede e. V.