17. Januar 2024

Ansonsten hätte man uns nicht erkannt und höchstwahrscheinlich für eine Lawine gehalten

An dem Tag, an dem durch den vorausgesagten starken Schneefall alle in Alarmbereitschaft waren, wollten auch wir unseren Beitrag leisten. Bevor wir aber richtig loslegen konnten, mussten wir zuerst das Auto freischaufeln, mit allem nötigen Hilfsmitteln beladen und anschließend komplett vom Schnee und Eis befreien. Ansonsten hätte man uns nicht erkannt und höchstwahrscheinlich für eine Lawine gehalten.
Unser Ziel war heute Wuppertal. Der Weg dorthin war sehr rutschig aber machbar. In allen Ortsteilen entlang der Wupper suchten wir alle uns bekannten Rückzugsorte auf und versorgten alle, die wir antrafen. Einige hatten sich schon warm eingepackt und schliefen. Dort schauen wir nur, ob alles in Ordnung ist und lassen sie ruhig schlafen.
Wieder gab es neben den heißen Terrinen und Getränken Schlafsäcke, Isomatten und warme Kleidung. Ein Herr hatte gegen die Kälte nur ein paar Wolldecken. Da er aber, aus welchen Gründen auch immer, nicht aufstehen wollte oder konnte, deckten wir ihn noch mit einem Schlafsack zu. Wir hoffen, es hat geholfen.
Leider mussten wir feststellen, dass es auch Menschen gibt, die weniger rücksichtsvoll sind. Direkt, und ich meine wirklich direkt, neben einer schlafenden obdachlosen Person, positionierte sich eine Gruppe, die wahrscheinlich auf ein Taxi wartete. Es wäre nur schön gewesen, sie hätten etwas Rücksicht genommen und der Person etwas mehr Privatsphäre gelassen. Platz dafür gab es genug. Passt gut auf euch auf.
Olaf und Andreas vom Team Lichtschmiede e. V.