Fahren oder nicht stand heute nicht zur Debatte.
Geplant war, wie in den meisten Fällen, eine Tour zu zweit.
Leider musste das Teammitglied krankheitsbedingt absagen.
Da so kurzfristig keiner Zeit freischaufeln konnte, ging es auf eine Solo-Tour.
Gestartet in Ennepetal ging es über Gevelsberg und Haspe in die City von Hagen.
Nachdem eine Person mit Terrinen und einem heißen Kaffee versorgt wurde, ging es zum Hauptbahnhof.
Hier gab es reichlich zu tun.
Es ist immer erschreckend, wie viele Menschen das Angebot einer heißen Suppe annehmen müssen.
Jacken, Mützen, Handschuhe und Schals waren ebenfalls sehr gefragt.
Es wurde so viel verteilt, dass das Auto vor der Fahrt nach Wuppertal noch einmal aufgefüllt werden musste.
Erster Halt in Wuppertal war eine alleinerziehende Mutter, die aus nachvollziehbaren und wichtigen Gründen leider viele Ausgaben hatte.
Damit es für sie und ihr Kind auch morgen noch etwas zu essen gibt, haben wir ihr mit einem Gutschein unter die Arme gegriffen.
Danach mussten wir zu einer weiteren Meldung.
Dort angekommen gab es ein Treffen mit einem Herrn, der leider wohnungslos geworden ist.
Er kam vorerst bei einem Bekannten unter und wurde von uns mit dem Nötigsten versorgt.
Danach verteilten wir Schuhe an einen Herrn, dessen altes Paar ihm förmlich von den Füßen fiel.
Das Lächeln in seinem Gesicht und der Glanz in seinen Augen waren riesig.
Auch hier wurde heißes Essen und ein Winterschlafsack gerne genommen.
Weiter ging es zum Hauptbahnhof nach Elberfeld.
Hier gab es ein ähnliches Bild wie in Hagen.
Neben Schuhen und Mützen war die Nachfrage nach Terrinen so groß, dass alle Wasservorräte verhältnismäßig schnell aufgebraucht waren.
Das Auto an einem Abend quasi zweimal leer gegessen, dass ist ein trauriger Höhepunkt.
Obdachlosenhilfe, egal ob durch Vereine wie wir es sind, durch kommunale oder staatliche Organisationen oder auch durch Privatpersonen ist wichtiger denn je.
Da es mittlerweile auch schon sehr spät war, beendete ich hier die Tour.
Gute Nacht, euer Lichtschmiede e. V. Team