Unsere Touren sind so unterschiedlich wie die Menschen, denen wir begegnen und die unsere Hilfe benötigen.
Wir wissen nie, worauf wir uns einstellen müssen, welche Situationen wir vorfinden und wie unsere Hilfe aussehen wird.
Nur eins wissen wir, Routine ist es nie.
Heute holte mich Andreas zu Hause in Wuppertal ab.
Es hatten sich zwei junge Frauen gemeldet.
Zum Glück in einer Notunterkunft untergebracht, aber noch mitten im Schriftverkehr mit den Behörden und so ohne Geld.
Notunterkunft bedeutet tatsächlich nur ein Platz zum Schlafen.
Ein Dach über dem Kopf.
Aber eben keine Verpflegung.
Also führte uns unser erster Weg zu einem Discounter, um zwei Einkaufsgutscheine zu kaufen.
Weiter ging es dann zu den beiden Frauen.
Andreas hatte im Lager schon für jede von ihnen eine Tasche mit Hygieneartikeln zurechtgemacht.
Mit den Gutscheinen, Hygieneartikeln, Getränken und noch einigen Terrinen konnten wir zwei Menschen wirklich glücklich machen und im Gespräch mit ihnen noch einiges über ihre momentane Situation und das Leben in der Notunterkunft erfahren.
Weiter ging's.
Als wir an einem bekannten Burgerladen vorbeikamen, waren wir uns einig: Wir haben Hunger.
Auch das kommt mal vor.
Viel Stress am Tag und nicht ans Essen gedacht.
Als wir gerade in das Fast Food Restaurant gehen wollen, trafen wir auf einen jungen Mann, den wir gut kennen, weil er schon lange auf der Straße lebt.
Kurzerhand gefragt, ob er auch Hunger hat und nach anfänglichem Zögern kam er sehr gerne mit uns mit.
Wir saßen zu dritt zusammen, aßen unsere Burger und unterhielten uns.
Es war einfach schön.
Schön mal in einem anderen Umfeld.
Nicht im kalten oder sogar bei Regen auf der Straße stehend.
Auch das macht unser Ehrenamt aus, spontan agieren zu können.
Hilfe, die ankommt!
Für uns ging es dann weiter in Parkhäuser, Bahnhöfe und an geschützte Orte, die wir mit der Zeit alle kennen gelernt haben.
Wir konnten auch an diesem Abend bis in die Nacht hinein wieder vielen unserer Bekannten und auch zwei neuen Menschen helfen, die Nacht ein wenig erträglicher zu machen.
Passt gut auf euch auf.
Andreas und Sabine vom Team Lichtschmiede e. V.