Das Unwettter blieb aus in Wuppertal, trotz der Warnungen im Wetterbericht.
Es regnete, aber das war es auch.
Aber als unsere Tour begann, war das nicht abzusehen, die Wetterprognose beängstigend.
Am Tag zuvor war "Tag der Wohnungslosen".
"Wohnungslos" heißt nicht grundsätzlich immer "obdachlos".
Aber die Menschen, die wir versorgen, können nicht bei Familie, Freunden oder Bekannten unterkommen, wenn sie keinen eigenen Wohnraum haben.
Sie leben aus vielerlei Gründen auf der Straße, sind Wind und (Un-)Wetter hautnah und oft schutzlos ausgesetzt.
Viele hatten unter den Vordächern der Geschäfte Unterschlupf gesucht und harrten dort einfach nur aus in Erwartung dessen, was da so vorhergesagt war.
Wir konnten sie mit einer Terrine, Kaffee oder auch einem großen Rucksack versorgen.
Unsere Rucksäcke sind ausreichend groß, um darin alles, was sonst in unzähligen Tüten herumgetragen wird, zu verstauen und werden sehr gerne genommen.
An einer Hauswand saßen zwei Straßenmenschen, die wir nicht kannten.
Sie fragten uns nach Geld, wollten ansonsten nichts.
Aber Geld verteilen wir nicht.
Als wir wieder zum Auto gingen, riefen sie uns hinterher:" Trotzdem danke für euer Angebot."
Diese Höflichkeit auf der Straße verblüfft immer wieder.
Die meisten obdachlosen Menschen, die wir versorgen, nehmen das nicht als selbstverständlich hin und zeigen es auch mit Worten und Gesten.
Sie geben uns damit etwas sehr Wertvolles zurück.
Nachdem wir noch einige Bekannte besucht hatten, die geschützt in Zelten, Mauernischen und Parkhäusern schliefen, traten Sabine und ich, ziemlich durchnässt, den Heimweg an.
Letztendlich war es, trotz aller Befürchtungen, eine ruhige und entspannte Tour.
Passt auf euch auf. Sabine und Monika vom Team Lichtschmiede e.V.