27. September 2026
Eine Flut am Hauptbahnhof
Heute am Sonntagabend ging unsere Tour nach Wuppertal. Wir fuhren ein paar uns bekannte Stellen an, aber fanden dort niemanden vor. Weiter ging es zum Hauptbahnhof, wo praktisch eine Flut an bedürftigen Menschen wie eine Welle über uns hereinbrach. So einen Andrang hatte ich selten erlebt.
Wir hatten eine Kiste mit Bananen dabei. Sie waren beim gestrigen Brustkrebsspendenlauf in Gevelsberg übrig geblieben, und so freute sich erst mal jeder über das frische Obst. Auch Backwaren hatten wir aus zwei Spenden erhalten, und auch darüber war die Freude riesig.
Dann ging es an die Zubereitung der Warmspeisen und der Getränke wie Kaffee und Tee. Während Andreas dicke Pullis und Unterwäsche verteilte, gab ich neben Wasser auch noch viele Hygieneartikel heraus. Gefühlt nahm die Schlange kein Ende. Die ersten fünf Kannen heißes Wasser waren innerhalb von Minuten aufgebraucht.
Jeder kam dran, und so freuten wir uns, als alle versorgt waren und fuhren wieder los.
Vom nächsten Stopp hatten wir eine Meldung mit der Bitte um ein neues Zelt erhalten, das wir auslieferten. Zum Glück hatte der Herr schon gegessen. Viel heißes Wasser hatten wir nicht mehr, aber für einen Kaffee hat es noch gereicht. Dankbar nahm er seine neue Behausung und den Kaffee entgegen.
Auf dem Rückweg zum Lager fuhren wir noch eine uns bekannte Stelle an, wo ein wohnungsloser Herr saß, der aber sagte, er habe alles und sei glücklich und zufrieden. Das ist ja super, und so fuhren wir mit einem sehr leichten Auto zum Lager, um ein paar Dinge, die heute niemand brauchte, herauszuräumen, damit wir das Auto dann noch zur Werkstatt unseres Vertrauens bringen konnten.
Dann fuhren auch wir nach Hause.
Andreas und Miriam
vom Team Lichtschmiede e. V.