12. März 2026

Besorgt fragte er, ob wir den Herrn gesehen haben

Andreas und ich haben uns für unsere gemeinsame Tour im Lager verabredet. Das Auto ist routinemäßig gepackt und schon kann es losgehen. Es ist zwar kalt, aber trocken. Heute wollen wir grossräumig Hagen abfahren.

Wir schauten bei einem Herrn vorbei, der sehr bescheiden und wenn überhaupt wenig möchte. Es gesellten sich dann noch zwei Herren dazu, die froh über etwas Warmes zu essen waren.

Wir schauten nach der Dame, die wieder alleine auf einer Parkbank saß. Auch heute reagierte sie nicht. Ihr Vater in einiger Entfernung erzählte uns, seine Tochter habe eine neue Betreuerin und er hofft, dass seine Tochter sich von ihr helfen lässt. Wir wünschen ihm und seiner Tochter dafür alles Gute.

Weiter geht es durch die Innenstadt. Ein Herr kam auf unser Auto zu. Er beschrieb uns einen Platz und nannte einen Namen. Besorgt fragte er, ob wir den Herrn gesehen haben. Da er ihn schon seit längerem nicht angetroffen hat. Regelmäßig habe er bei ihm vorbei geschaut, Gespräche geführt, etwas zu Essen mitgebracht und ihm auch seine Hilfe angeboten. Nein, auch wir haben ihn schon seit einigen Wochen nicht angetroffen. Wir fuhren nochmal nachschauen. Er war nicht da.

Weiter Richtung Bahnhof. Dort trafen wir auf sehr unterschiedliche Menschen. Terrinen, Kaffee, Tee, Wasser und Süßigkeiten, schnell leerte sich der Kofferraum. Drei Polizisten kamen zum Auto und baten, ob sie kurz mit uns sprechen könnten. Sie fragten, ob wir vielleicht Kleidung für einen Herrn, der bei uns am Auto stand, dabei hätten. Der Herr hatte sich eingekotet. Eine Hose und Unterhose. Hatten wir dabei. Sie machten sich Sorgen und erklärten dem Herrn, so würde er von keinem Bus oder Zug mitgenommen. Doch der Herr lehnte kategorisch ab. Er nahm nur eine Terrine.

Dann kam freudestrahlend ein uns bekannter Herr auf uns zu. Er war gerade mit einem Zug angekommen. Nachts schaut er in den Zügen nach dem Rechten und sammelt Pfand. Sein nächster Zug geht erst in zwei Stunden, daher war er froh, uns anzutreffen. Nachdem wir ihn mit dem Gewünschten versorgt haben, bekamen wir von ihm noch eine persönliche Tour zu den Gleisen. Am Bahnhof wird rund um die Uhr gearbeitet. Er zeigte und erklärte uns die derzeitigen Umbauten und wie der Bahnhof verändert wird. Wir bedankten uns bei ihm.

Es war schon recht spät und so ging es zurück zum Lager. Andreas und ich waren uns einig, es war eine sehr abwechslungsreiche Tour. Achtet auf euch und eurer Umfeld.

Andreas und Susanne

vom Lichtschmiede Team