04. Januar 2026
Ich kann nur erahnen, welcher Kälte die Menschen auf der Straße ausgesetzt sind
Das neue Jahr ist erst ein paar Tage alt und über das Wochenende hat der Schnee unsere Stadt in ein weißes Paradies verwandelt. Man sieht Kinder fröhlich im Schnee spielen und auch die Augen der Erwachsenen fangen noch an zu leuchten, wenn sie aus dem Fenster schauen – froh, heute mal nicht raus zu müssen.
Doch bei all der Leichtigkeit vergessen wir leider häufig die Menschen, denen der Schnee und die Kälte am meisten zusetzen.
Heute holen wir die in dieser Woche ausgefallene Tour durch Wuppertal nach.
Obwohl es nicht der übliche Tag für die Tour ist, können wir insbesondere an den Wuppertaler Bahnhöfen einige Obdachlose mit warmen Terrinen, Kaffee, Tee und Nervennahrung versorgen. Auch Mützen, Handschuhe, Socken, Pullover und Schlafsäcke werden bei dem Wetter dringend benötigt.
Während mir in meinen dicken Sachen schon beim Verteilen und Stehen die Hände und Füße einfrieren, kann ich nur erahnen, welcher Kälte die Menschen auf der Straße ausgesetzt sind. Einige suchen sich Schutz in Sparkassen oder Bahnhöfen, wir treffen jedoch auch auf einen Mann, der bei dieser Kälte mit Decken im Freien liegt. Er möchte jedoch nichts annehmen, was auch immer wieder vorkommt und akzeptiert werden muss.
Ich bin heute das dritte Mal mit auf Tour und finde es immer wieder beeindruckend, wie viel Dankbarkeit uns entgegengebracht wird.
Und auch ich bin dankbar für die vielen sympathischen Lichtschmiede-Menschen, mit denen mir die Touren immer viel Freude machen und die ihre Tätigkeit mit so viel Offenheit, Herzlichkeit und Engagement ausüben.
Gudrun, Andreas und Carina
vom Lichtschmiede e. V. Team