02. Juni 2026

Fast alle wurden von Bekannten an uns herangeführt und vorgestellt

Den ganzen Tag über schwankte die Wetterprognose für die Tour zwischen "Kanu" und "Taucheranzug".

Ob wir wirklich jemanden antreffen? So stellten wir uns die Frage beim Beladen des Vereinswagens.

Die nächste Frage war natürlich, wie viele Kannen mit heißem Wasser nehmen wir mit. Wir entschieden uns für 5 Kannen à 1,7 Liter, was eine gute Entscheidung war.

Obwohl es mit Beginn der Tour aufgehört hat zu regnen, haben wir ab Vohwinkel fast alle Menschen in ihren Unterkunftsstellen angetroffen, fast alle hatten den Regen und die Gewitter aus dem sicheren Trocknen abgewartet.

Der eine oder andere hatte den Rückweg zu seinem Unterschlupf mit einem Schirm recht trocken zurückgelegt und ihn draußen zum Trocknen aufgestellt.

Die Freude über heiße Getränke und eine Terrine war bei den niedrigeren Temperaturen natürlich groß. Auch die aggressive Dame war erstaunlich ruhig und nahm gerne Lebensmittel entgegen.

Neben unseren bekannten Obdachlosen konnten wir aber auch ein paar neue Menschen begrüßen, die erst seit kurzem auf der Straße leben und denen das nasskühle Wetter zusetzten, und ihnen neben Speisen und Getränken auch mit Ausrüstungsgegenständen helfen. Fast alle wurden von Bekannten an uns herangeführt und vorgestellt.

Es ist wie in jeder Bevölkerungsgruppe ein Geben und Nehmen. Wer sich in einer Gruppe vernünftig verhält, wird dort auch unterstützt.

Auch von den Neuen bekamen wir viel Dank und Zuspruch für unsere Arbeit.

Von den fünf Kannen waren zum Schluss vier leer, trotz anfänglicher Zweifel hat sich diese Tour also gelohnt.

Den Kommentar "Wenn Engel reisen" auf unsere Aussage, dass wir mit unserer Tour wettermäßig Glück gehabt haben, fanden wir dann doch ein kleines bisschen übertrieben, freuten uns aber darüber, dass die ehrenamtliche Arbeit der Straßenteams positiv angenommen wird. Wir helfen gerne.

Passt gut auf euch auf sagen Heike und Frank vom Team Lichtschmiede e. V.

Heike und Frank

Hilfe, die ankommt!