28. November 2025
Als wir wieder am Lager ankamen, waren unsere Thermoskannen leer.
Wir fuhren zunächst nach Vohwinkel. Dort konnten wir vier obdachlose Menschen versorgen und rührten auch gerne noch eine zweite Terrine an, denn sie alle hatten Hunger.
Am Hauptbahnhof hatten schon viele auf uns gewartet. Sabine und ich mussten uns aufteilen. Meine Teamkollegin bereitete unermüdlich Kaffee, Tee und Terrinen zu, gab Kaltgetränke und Hygieneartikel aus. Währenddessen versorgte ich so viele frierende Straßenmenschen mit Wollpullovern, Socken, Mützen, Jacken und Hosen. Obwohl die Temperaturen an diesem Abend etwas milder waren, blieb der Bedarf an wärmender Kleidung hoch.
Im Laufe unserer Tour trafen wir auch eine schwangere Frau, deren Situation uns besonders bewegt hat. Eine Schwangerschaft auf der Straße ist mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden. Mangelnde medizinische Betreuung, unzureichende Ernährung, fehlende Rückzugsmöglichkeiten sowie dauerhaft hohe körperliche und psychische Belastungen können sowohl die werdende Mutter als auch das ungeborene Kind gefährden. Wir versorgten sie mit einer wärmenden Terrine, einem Tee, warmen Socken und Hygieneartikeln. Sie ist noch am Beginn der Schwangerschaft und wir hoffen, dass sie bald eine Unterkunft und begleitende Unterstützung bekommt.
Als wir wieder am Lager ankamen, waren unsere Thermoskannen leer. Ein schönes Gefühl, dass wir wieder so viele obdachlose Bedürftige mit dem Notwendigsten versorgen konnten.
Passt gut auf euch auf.
Sabine und Monika
vom Team Lichtschmiede e. V.