28. Januar 2025

Plötzlich waren sie alle da

Freude und Dankbarkeit im Ehrenamt – zwei Dinge fürs Herz

Große Freude und Dankbarkeit bestimmten heute unsere Tour durch Wetter, Witten und Hagen.

Die Freude bei den Menschen, die ihr Leben bei Wind und Wetter draußen verbringen müssen, ist immer groß, wenn sie unseren auffälligen Vereinswagen entdecken und zu uns ans Auto kommen. So war es auch heute wieder.

Während wir in Witten und Wetter nur zwei Herren antrafen, die bereits dick eingemummelt in ihren Schlafsäcken schliefen, erlebten wir in Hagen eine große Überraschung.

Nachdem wir verschiedene Treffpunkte und uns bekannte Schlafplätze angefahren hatten, fuhren wir zum Abschluss den Hagener Hauptbahnhof an, wo sich in der Regel viele bedürftige Menschen aufhalten.

Doch auch hier war zunächst alles anders.

Niemand war zu sehen. Wir ließen die Blicke schweifen und drehten eine Runde über den Bahnhofsvorplatz und zu den Haltestellen.

Niemand.

Wie verhext.

In der Bahnhofshalle trafen wir schließlich auf eine schmächtige Frau, die in ihrem Einkaufstrolley nur wenige Dinge bei sich hatte – scheinbar ihr einziger Besitz.

Wir sprachen sie an, und sie erzählte uns, dass sie nach Berlin wollte und sich dafür ein Deutschlandticket kaufen wollte, was aber mangels eines eigenen Bankkontos nicht möglich war.

Sie wollte sich am nächsten Tag noch mit einem Bekannten treffen, der ihr eventuell helfen könnte. Anschließend wollten wir sie an unserem Auto noch mit ein paar Dingen für die Reise versorgen.

Dann geschah das Unglaubliche.

Während wir uns längere Zeit mit der Dame im Bahnhof unterhalten hatten, erwartete uns bei unserer Rückkehr zum Auto plötzlich eine große Gruppe von Menschen, die scheinbar aus allen Richtungen rund um den Bahnhof zusammengekommen war.

Wir waren überrascht und versorgten alle mit den nötigsten Dingen.

Die Dankbarkeit über warme Jacken, Pullover und Unterwäsche war groß – Dinge, die wir dank zahlreicher privater Spenden wieder verteilen konnten.

Zum Abschluss führten wir noch ein Gespräch mit einer Frau, die sich nach Möglichkeiten erkundigte, selbst zu helfen. Auch dafür war sie sehr dankbar.

Passt auf euch auf.

Steffi und Olaf

vom Team Lichtschmiede e. V.