20. November 2025
Bei der Abfahrt sahen wir, wie er sich sein Lager damit einrichtete und wir hatten nun ein besseres Gefühl
Heute führte unsere Tour durch Witten, Wetter und Hagen.
In Witten konnten wir zunächst eine größere Sachspende in Empfang nehmen. Sorgfältig verpackt in großen Taschen und Kartons übergab uns die Spenderin Winterjacken, warme Pullover und vieles mehr, was jetzt so dringend auf der Straße benötigt wird. Ganz lieben Dank dafür!
In Witten und Wetter trafen wir heute niemanden an, der unsere Hilfe benötigt hätte und so ging es weiter nach Hagen. Hier bot sich ein anderes Bild.
An einer Hauswand, auf dem nackten Beton, lag ein obdachloser Mann in einem viel zu dünnen Schlafsack, die Hände blau gefroren. Er konnte sie sich an einer heißen Terrine und einem Kaffee wärmen. Zusätzlich versorgten wir ihn mit einem Schlafsack, der für diese Temperaturen ausgerichtet ist und einer Isomatte. Bei der Abfahrt sahen wir, wie er sich sein Lager damit einrichtete und wir hatten nun ein besseres Gefühl. Am Sonntag wird wieder ein Team nach ihm sehen.
Am Bahnhof bildete sich wie immer eine lange Schlange an unserem Wagen. Die aktuelle Kälteperiode stellt eine große Belastung für die Menschen ohne Obdach dar. Zwar wurde ihnen gestattet, in der Bahnhofshalle Schutz zu suchen, jedoch bietet auch dieser Ort nur begrenzte Linderung vor den Minusgraden. Viele der Menschen, die wir trafen, waren sichtbar durchgefroren, erschöpft und teilweise bereits erkältet. Umso größer war die Dankbarkeit über eine warme Terrine, heißen Kaffee und ein offenes Ohr.
Hunger und allgemeine Schwäche waren deutlich spürbar. Trotz dieser schwierigen Bedingungen war der Zuspruch groß. Die Gespräche zeigten wieder, wie wichtig unsere regelmäßige Präsenz und Versorgung sind.
Wir müssen, gerade in den nächsten Monaten, gut aufeinander aufpassen.
Olaf und Monika
vom Team Lichtschmiede e. V.