Der kleine Schokoladenhase mit dem Glöckchen bereitet immer noch Freude, weckt Kindheitserinnerungen, ist einfach nur schön.
Wir hatten auf unserer Tour einen großen Karton mit hochwertigen Osterleckereien dabei, wohl übrig geblieben und von "Niederweninger hilft" gespendet.
Wir danken dem funktionierenden Netzwerk, denn so konnten wir auch daran teilhaben und ganz viele obdachlose Menschen in Wuppertal damit überraschen.
Unsere Tour begann in Barmen, wo wir in einem Gebäude einen Straßenmenschen antrafen, den wir noch nicht kannten.
Sehr gerne nahm er eine Terrine und einen Tee.
Aber seine Augen begannen zu leuchten, als wir ihm aus der "Osterkiste" hübsch verpackte Schokoladeneier und einen kleinen goldenen Schokohasen dazustellten.
In Elberfeld war es dann zunächst sehr ruhig und wir gönnten uns einen Capucchino.
Und dann kamen plötzlich so viele Strassenmenschen an unser Auto, dass wir Mühe hatten, den Überblick zu behalten.
Aber Sabine und ich sind inzwischen ein eingespieltes Team, arbeiten Hand in Hand.
Das ist wichtig, denn nur so können wir auch jedem die notwendige Aufmerksamkeit schenken.
Wir können von ihren Sorgen, Erlebnissen und Wünschen erfahren und so gut es geht helfen.
Hunger und Durst konnten wir auch mit dem, was wir immer in unserem Fahrzeug haben, stillen, aber die Überraschung war diesmal die Zugabe: unsere Schokoladeneier und der kleine Osterhase.
"Oh, den habe ich mir schon als Kind immer gewünscht. Danke".
"Wie nett ist das denn."
Ja, mit kleinen Dingen kann man man eben große Freude bereiten, Licht in den oft harten Alltag bringen.
Auch die beiden Damen mit dem Hund stellten die Häschen gleich dekorativ vor ihr Lager.
Das ist inzwischen so gewachsen, dass sie wohl nicht mehr lange an diesem Ort bleiben können.
Das Ordnungsamt hatte sich schon gemeldet.
Aber wohin?
Wir diskutierten lange darüber, fanden keine Lösung.
Ein Handwagen würde vieles erleichtern, denn dann könnten sie wenigstens alles ordentlich verstauen und nach Bedarf den Platz wechseln.
Eine der beiden Damen war offensichtlich krank: fiebrige Wangen, glasige Augen, Kopfschmerzen.
Aus ihrem Medikamentenkoffer, auch der ist dabei, holte sie eine Ibuprofen und schluckte sie mit dem Tee, den wir ihr brachten.
Wir redeten ihr gut zu, am nächsten Morgen aber unbedingt einen Arzt aufzusuchen.
Es ist uns oft unbegreiflich, wie Menschen in dieser Kälte schlafen können.
Und dann auch noch krank.
Unvorstellbar für uns.
Fiebrige Erkältung, Grippe.
Da möchte man doch nur ins warme Bett!
Wir hoffen, dass sie schnell wieder gesund wird.
Wir werden nach ihr sehen.
Sabine und Monika vom Team Lichtschmiede e. V.