Aufgrund von Krankheit und Spätschichten einiger Teammitglieder sind leider in dieser Woche einige geplante Touren ausgefallen.
Daher war es heute umso wichtiger, auf unserer Tour die größeren Städte Hagen und Wuppertal intensiv abzufahren, um nach Bedürftigen an diesem Abend bzw. in dieser Nacht zu schauen.
Monika und Björn hatten mich um Unterstützung gebeten, diesem Wunsch kam ich gerne nach.
Aufgrund des usseligen Wetters war es allerdings schwierig, Bedürftige draußen auf der Straße anzutreffen.
Erfahrungsgemäß haben sich die meisten feste und trockene Plätze gesucht, bzw. auch schon in einer Notunterkunft eingecheckt.
Aus diesem Grund nutzten wir zumindest in Hagen die Zeit, um Plätze anzusteuern, die schon seit einiger Zeit als verlassen gelten, aber trotzdem des Öfteren wieder von neuen Leuten als Schlafplatz genutzt werden.
Aber auch hier trafen wir kaum Leute an.
So machten wir zum Schluss in Hagen Station am Hauptbahnhof, wo wir direkt beim Eintreffen von einigen uns bekannten Gesichtern auf eine heiße Terrine und Kaffee angesprochen wurden.
Auch eine dicke warme Jacke wechselte den Besitzer.
Das Strahlen in seinen Augen als Dankeschön ist einfach unvergesslich – dies macht so viel in diesem tollen Ehrenamt aus.
Ehrenamt unermüdlich, das war auch heute unser Motto, also ging es weiter Richtung Wuppertal.
Dort trafen wir auch direkt mehrere unserer gut bekannten Bedürftigen an.
Teils schon in unsere wärmenden Schlafsäcke eingemuckelt und auch schon gesättigt, teilweise aber wurden wir schon erwartet und wir durften mit etlichen warmen Terrinen, Kaffee und Tee ein wärmendes Gefühl am mittlerweile schon späten Abend überbringen.
Nach einer kurzen wärmenden Cappuccino-Pause fürs Team vollendeten wir unsere Tour durch Wuppertal mit dem Kontrollieren weiterer bekannter Plätze.
Hier trafen wir aber leider - oder auch zum Glück - keine weiteren Menschen ohne Obdach mehr an.
Auf dem Rückweg zum Lager sprachen wir wie immer über das Erlebte und unsere Schützlinge, ein wichtiger Part im Ehrenamt, um dieses erfolgreich auch in der Zukunft ausüben zu können.
Passt auf euch auf und habt auch ein Auge auf die, die draußen auf der Straße durch die kalte Jahreszeit müssen.
Ruft uns an, wenn wir den Menschen im Rahmen unserer Möglichkeiten helfen können.
Im Notfall wählt unbedingt die 112, es kann Leben retten.
Bis bald, Monika, Björn und Olaf