03. März 2023

"Ihr habt uns schon so viel gegeben und uns so sehr unterstützt, es ist an der Zeit, euch etwas zurückzugeben"

Hallo zusammen,
auf der heutigen Tour war alles irgendwie anders, aber dazu später.
In der vergangenen Woche haben wir viel unternommen, um für unseren Jürgen (Name geändert) eine Wohnung zu finden. Am Samstag gibt es zumindest einen Termin für eine Besichtigung. Wir drücken die Daumen, da er sich dort gleichzeitig mit vielen anderen um die Wohnung bewirbt. Was wir aber erreichen konnten ist, dass er seinen jetzigen Stellplatz nach Rücksprache mit der zuständigen Behörde bis zum 31.03. nicht verlassen muss. So hat das ständige hin und her erst einmal Pause.
Aber zur Tour. Ich war alleine unterwegs und startete genau bei besagtem Jürgen hier im Ennepe-Ruhr-Kreis. Zwei Kisten, um seine Kleidung trocken zu lagern, wenn das abtauende Kondenswasser im Wageninneren wieder von der Decke tropft, sollten helfen. Probleme, an die man erst einmal gar nicht denkt, die erst auffallen, wenn man nur noch feuchte Kleidung hat. Jetzt sollte es aber passen.
Nächster Halt war Wuppertal. Wie immer gestartet in Vohwinkel ging es von einem Ortsteil zum Anderen. Bei meinem dritten Stopp traf ich auf zwei alte Bekannte. Kaffee, war der einzige Wunsch der beiden. Einer hatte endlich seine Gelder vom Amt inkl. einer Nachzahlung. Dementsprechend war die Stimmung. Auf einmal kam die Frage, wie wir uns finanzieren würden, welche er sich aber sofort selbst beantwortete. "Über Spenden", sagte er und holte sein Portemonnaie heraus. Er fügte noch hinzu "Ihr habt uns schon so viel gegeben und uns so sehr unterstützt, es ist an der Zeit, euch etwas zurückzugeben". Gesagt getan holte er 50 € raus und drückte mir diese in die Hand. Natürlich wollte ich es nicht annehmen, aber bestand darauf und ließ keine Diskussionen zu. Was sollte ich also tun. Überwältigt von der Aktion und der damit verbundenen Wertschätzung steckte ich das Geld ein. Wie auch jede andere Spende wird auch das Geld genau dort ankommen, wo es benötigt wird. Vielen lieben Dank.
Nachdem der Kaffee ausgetrunken und alle anderen Stellen in Wuppertal kontrolliert waren, ging es nach Hagen. Hier war es heute recht ruhig. Lediglich drei Personen habe ich getroffen, wovon nur eine etwas zu essen haben wollte. So drehte ich noch ein wenig meine Runden und beschloß dann anschließend, selbst nach Hause zu fahren.
Gute Nacht, euer Andreas vom Lichtschmiede e. V. Team