21. August 2022

Vielen Dank für eure Hilfe, mir geht es soweit gut

Hallo zusammen,
viel schöner kann ein Sonntag fast nicht anfangen. Heute morgen erreichte uns eine Nachricht von einem jungen Mann, dem wir schon zweimal helfen durften. Hier sein Text, in dem wir allerdings, zum Schutz, den Namen und die Tätigkeit geändert haben. Ansonsten ist er 1:1 übernommen...
Liebe Grüße, Angelo hier. Vielen Dank für eure Hilfe. Mir geht es soweit gut. Habe eine Entgiftung in Warstein gemacht mit meiner Lebensgefährtin und morgen früh baue ich meine erste Heizung mit meinem neuen Chef ein. Vielen Dank für eure Hilfe.
Genau das sind die Momente, auf die wir hinarbeiten. Den Menschen mit unserer Hilfe, Mut und Hoffnung schenken, damit sie den Ansporn haben, sich nicht aufzugeben.
Aus diesem Grund sind Miriam und ich heute Abend ein paar Meldungen abgefahren. Vorher sind wir aber noch zu Michael von "Niederwenigern hilft", der eine kleine Tasche für eine Dame gepackt hatte, die wir überreichen wollten. Etwas Süßes und Nachtisch zum Verteilen gab es on Top.
Unser erster Stopp war in Bochum, wo wir drei Personen versorgen durften. Gleiche Stadt, andere Stelle, gab es vier Menschen, deren Magenknurren wir abstellen konnten. Gleichzeitig konnten wir hier die kleine Tasche überreichen. Die Freude war überall groß. Als wir schon fahren wollten, kam ein Herr auf uns zu und bat uns ebenfalls um etwas Essen. Natürlich kamen wir der Bitte gerne nach.
Da unsere Zeit heute etwas begrenzt war, konzentrierten wir uns anschließend auf die Meldungen. Darum ging es auf dem direkten Weg nach Wuppertal. Hier ist ein Herr aus einer anderen Stadt gestrandet und weiß nicht, wie er wieder "nach Hause" kommen soll. Heute ging es neben seiner Versorgung auch um eine Verabredung, um ihm zu helfen. Gesagt getan, wir treffen uns morgen.
Als nächstes trafen wir uns mit einem Mann, der noch eine Wohnung hat, aber leider nur noch für drei Monate. Pünktlich zur kalten Jahreszeit wird er voraussichtlich auf der Straße sitzen. Auch hier werden wir schauen, wie wir helfen können.
Von dort aus ging es nach Gevelsberg. Hier benötigte ein Herr nicht nur etwas zu essen, sondern auch Hygieneartikel und Unterwäsche. Wie es ausschaute, waren wir zu spät dran. Als wir an bekannter Stelle eintrafen, war niemand mehr vor Ort. Er schien sich schon zurück gezogen zu haben. Aber aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben.
Jetzt ging die Tour auch für uns zu Ende. Mit dem Wissen, ein richtiges zu Hause zu haben, wofür wir sehr dankbar sind, machten wir uns auf den Heimweg.
Gute Nacht, Miriam und Andreas vom Lichtschmiede e.´V. Team
Update: Heute, am Montag, ging es mit dem Zug zu dem gestrandetem Herrn, um ihn zurück in die Stadt seiner Wahl zu begleiten. Genau so hatten wir es gestern verabredet. Leider war der Herr nicht anzutreffen und wir mussten unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren. Auch das kann passieren