Am Sonntag Abend fuhren wir zu einer Tour los.
Es ging durch Gevelsberg, Hagen und Hohenlimburg, so wie auch nach Wuppertal.
An diesem schönen lauen Abend trafen wir einige Obdachlose an, die wir mit Kaffee und warmen Mahlzeiten versorgten.
Sie erzählten uns von ihren Erlebnissen und freuten sich auch sehr über Süßigkeiten.
Ein uns bekannter Mann benötigte heute so ziemlich von allem etwas, was wir im Auto hatten.
Schlafsack, Isomatte, Essen, Kaffee und Süßes.
Im Fahrzeug befindet sich aber noch mehr: Zelt, Gewebeplane, Batterien und je nach Tour auch ein wenig Kleidung.
Manchmal gibt es aber auch Sonderwünsche.
Wenn wir den Wunsch nachvollziehen können, dann gibt es, wie vor ein paar Tagen, auch mal eine Dose Bauschaum.
In diesem Fall diente sie zur Abdichtung gegen Zugluft.
Wie man sieht, ist die Hilfe auf der Straße vielseitig und dadurch wird es im Auto oft eng.
Wie immer halten wir bei unseren Touren Augen und Ohren offen.
An diesem Abend fiel uns ein älterer Herr auf, der sich eigenartig benahm.
Er ging auf und ab und schien etwas zu suchen.
Wir hielten an und fragten ob er Hilfe bräuchte, ja antwortete er und kramte in seiner Hosentasche.
Daraus holte er ein Papiertaschentuch, womit er versuchte, sein angebliches Auto aufzuschließen.
Er kam uns verwirrt vor.
Während mein Kollege die Polizei verständigte, stellte ich dem Herrn einige Fragen zum Tag, wie er hieß, wo er wohnte und zu seiner früheren Arbeit.
Die Polizei bestätigte, dass sie gerade einen Mann suchten, der als vermisst galt.
Er sei aus einer Pflegeeinrichtungen weg gelaufen.
Wir warteten, bis die netten Beamten kamen und nach einem weiteren kurzen Gespräch nahmen sie ihn mit, um ihn zu seiner Pflegeeinrichtung zurück zu bringen.
Den Beamten gaben wir noch unsere Karte und baten sie, uns anzurufen, wenn ihnen obdachlose Menschen auffielen.
Mit viel Dankbarkeit im Herzen für das, was wir haben, gehe ich jetzt schlafen.
Gott behüte euch alle und schenke uns Frieden.
Andreas und Miriam vom Lichtschmiede e. V. Team