Heute gab es gleich zwei Touren.
Während Yvonne und Tom in Teilen des Ennepe-Ruhr-Kreises unterwegs waren, fuhr Andreas mit Kerstin und Sven nach Schwelm und Wuppertal.
Kerstin und Sven hatten sich bei uns gemeldet und wollten einmal schauen, wie die Hilfe vor Ort aussieht.
Beide hatten sich schon lange mit dem Gedanken auseinander gesetzt, selbst aktiv zu werden.
Nach einem längeren Telefonat vor knapp zwei Wochen war es heute endlich soweit.
Theorie hin oder her, heute stand die Praxis auf dem Programm.
Als erstes ging es in unsere Kreisstadt Schwelm.
Dort hatten wir von zwei Obdachlosen gehört, die wir aber leider nicht antreffen konnten.
Aber wir bleiben da am Ball.
In Wuppertal sah das gleich ganz anders aus.
Schon beim ersten Halt konnten wir zwei Personen mit Kaffee und Terrinen etwas Wärme schenken.
Einer von den beiden schüttete uns mit feuchten Augen sein Herz aus.
Eine ganze Weile hörten wir ihm zu, machten Mut und motivierten ihn, ein paar Dinge zu regeln.
Wir hoffen, ihm mit dem Gespräch wenigstens ein bisschen geholfen zu haben.
Im nächsten Ortsteil gab es für einen uns bekannten Herren erst einmal etwas Süßes.
Wir liefen durch die Innenstadt und sprachen mit mehreren Personen.
Die Kälte machte sich auch bei uns recht schnell bemerkbar und darum gab es beim nächsten Smalltalk für zwei Herren erst einmal heißen Kaffee.
Zurück an unserem Auto, welches zur Zeit noch ohne Logo und Vereinsnamen ist, staunten wir nicht schlecht.
Allem Anschein nach erkennt man uns schon.
Gleich mehrere uns bekannte Gesichter warteten schon auf Kaffee, Terrinen und Süßigkeiten.
Nachdem alle versorgt waren, wir eine Weile geplaudert hatten und der Wagen wieder eingeräumt war, ging es weiter.
Beim nächsten Stopp trafen wir zwei von drei der dort lebenden Obdachlosen an.
Wie immer wurden wir sehr freundlich begrüßt.
Leider steckte auch hier jedem die Kälte in den Knochen.
Auch hier konnten wir mit Hilfe von Kaffee und Terrinen etwas Wärme spenden.
Trotz allem war das nur ein "Tropfen auf dem heißen Stein".
Bei den Temperaturen benötigt man eigentlich noch mehr Möglichkeiten zu helfen.
Morgen werden wir wieder nach ihnen schauen.
Von dort ging es dann wieder nach Hause.
Mein Dank geht heute an Kerstin und Sven, die ohne jegliche Berührungsängste sofort mit Herz und Seele bei der Sache waren.
Aus meiner Sicht haben sie den ersten Einsatz mit Bravour bestanden.
Gute Nacht zusammen, euer Andreas vom Lichtschmiede e. V. Team