Hallo zusammen,
an diesem Sonntag war eigentlich mal chillen angesagt.
Doch ein Ehrenamt dieser Art lässt sich nicht planen.
Das konnten wir heute erneut feststellen.
Das Telefon klingelte und Steven (Name geändert) war am anderen Ende.
Lange nichts mehr von dir gehört, war die erste Reaktion.
Steven, ein uns schon lange bekannter Obdachloser, war nach zwei Monaten wieder zurück in Wuppertal.
"Ich habe nichts mehr, kein Zelt, keinen Schlafsack, keine Isomatte, einfach gar nichts", sagte er.
Natürlich verabredeten wir uns mit ihm.
Zuerst ging es aber in unser Lager, um alles, was er benötigte, einzuladen.
Unterhosen, Socken, einen Rucksack sowie Hygieneartikel nahmen wir auch noch mit.
Dann holte ich noch Yvonne ab, die sich spontan bereit erklärt hatte, mich zu begleiten.
Nun ging es in Richtung Treffpunkt.
Da wir noch ein wenig Zeit hatten, fuhren wir vorher ein paar weitere bekannte Stellen ab.
Ein Herr bekam sein lang ersehntes Radio.
Ich muss ehrlich sein, zweimal hatte ich es im Lager vergessen.
Aber nicht dieses Mal.
Ein weiterer Herr fragte nur nach einer Suppe.
Ein anderer wollte nichts.
So überbrückten wir die Zeit bis zu unserem eigentlichen Termin.
Hier gab es wie benötigt ein großes Paket aus Rucksack, Schlafsack, Hygieneartikel, Unterwäsche und Essen.
Das zusätzlich angefragte Zelt und die Isomatte hatten wir dabei, wurde dann aber doch nicht gebraucht.
Nun ging es nach Hagen.
Von dort gab es auch einen Hinweis auf eine obdachlose Person.
Eigentlich wollten wir schon am Freitag nachschauen, aber wie schon gesagt, sind diese Touren nicht planbar.
Darum sind wir heute hier.
Der Herr war vor Ort, brauchte aber nach eigenen Angaben nichts.
Genau wie in Wuppertal...
Wenn man einmal vor Ort ist...
So fuhren wir noch die eine oder andere Stelle an und halfen.
Anschließend ging es heimwärts.
Gute Nacht, Yvonne und Andreas vom Lichtschmiede e. V. Team