Hallo zusammen,
entschuldigt bitte die Länge des Beitrags, aber fangen wir vorne an.
Montag, nachdem ich mich mit Sascha getroffen hatte, klingelte das Telefon.
Zwei Herren, die wir schon länger betreuen, hatten Hunger.
Also den gemütlichen Nachmittag unterbrochen, Wasser heiß gemacht und schnell zum Treffpunkt.
Hunger war hier aber nicht das einzige Problem.
Einer benötigte dringend wine wärmere Jacke, der andere hatte eisige Hände.
Da wir nicht weit von unserem Lager entfernt waren, konnten wir auch diese Probleme schnell lösen.
Den Rest des Tages blieb das Telefon ruhig und wir fuhren nach Hause.
Am Dienstag war ich schon um die Mittagszeit mit einem anderen Herrn verabredet.
Er lebte eine Weile auf der Straße, hatte aber mittlerweile eine Wohnung.
Was für uns aber nicht heißt, dass wieder alles in Ordnung ist.
Wir sehen und schreiben uns regelmäßig und können je nach Situation auch noch helfen.
Hilfe zur Selbsthilfe ist hier das Motto.
Der besagte Herr ist aber fleißig dabei, sein Leben wieder zu ordnen.
Heute brachten wir ihn zu einen Termin bei der Einrichtung "Bethel".
Dort kann man langsam zurück ins Arbeitsleben finden und wieder Struktur in sein Leben bringen.
Und was soll ich euch erzählen...
Er hat den ersten wichtigen Schritt geschafft.
Nicht nur das, auf eigenen Wunsch geht es auch direkt am 01.12. los.
Wir sind glücklich und stolz auf ihn!
Bravo, weiter so.
Am Abend waren Kerstin und ich dann wieder unterwegs.
Dieses Mal begleitete uns Sascha.
Das Telefon rief uns als erstes nach Hagen.
Thomas (Name geändert) freute sich über heißen Kaffee, Essen und eine Trinkschokolade.
Er gab uns auch einen Tipp, wo noch eine bedürftige Person war.
Dort trafen wir auch jemanden an, der Herr wollte aber nichts.
Am Hauptbahnhof trafen wir vier weitere Personen, denen wir helfen konnten.
Nachdem wir in Hagen soweit fertig waren, machten wir uns auf den Weg nach Wuppertal.
Gestartet in Vohwinkel, wo wir heute niemanden fanden, ging es nach Elberfeld.
Hier trafen wir einen uns bekannten Herrn.
Während er mit allem versorgt wurde, erzählte er uns, dass er ja noch eine drei monatige Haftstrafe wegen Schwarzfahrens offen hatte und diese jetzt antreten wollte, um über den Winter zu kommen.
Auch eine Möglichkeit, im Winter nicht zu erfrieren.
Für die Zeit danach hat er unsere Nummer.
Weitere Obdachlose, die wir trafen, wollten nur mal was Süßes oder hatten sich zurückgezogen, wollten langsam schlafen.
Da wir dann in Elberfeld einen weiteren bekannten Hilfeverein sahen, machten wir uns auf den Weg nach Barmen und Oberbarmen.
Von dort aus ging es nach Schwelm, wo wir uns von Kerstin verabschiedeten.
Sascha und ich fuhren noch nach Witten.
Dort trafen wir aber unsere beiden Bekannten nicht an.
Mittlerweile war es schon spät und wir beendeten die Tour.
Nachdem ich Sascha zuhause abgesetzt hatte, drehte ich zur Sicherheit aber nochmal eine Runde durch Schwelm und auf dem Heimweg noch durch Gevelsberg.
Gute Nacht, Kerstin, Sascha und Andreas vom Lichtschmiede e. V. Team